- Durchführungsbestimmungen

Es wird streng nach der Wettspielordnung (WSO) des SäTTV und den Tischtennisregeln des ITTF gespielt. Es gelten prinzipiell alle im SäTTV und im Stadtfachverband Chemnitz veröffentlichte Ordnungen und Regelungen.

1. Mannschaftsaufstellungen

1.1. Vereinsmannschaftsmeldebogen (VMM)

Bis 31.07. sind die Mannschaftsaufstellungen in Tischtennislive online einzutragen. Es sind alle Spieler zu berücksichtigen, die in Mannschaftsspielen zum Einsatz kommen sollen.

Die Reihenfolge der Spieler hat ihrer Spielstärke zu entsprechen. Maßgebend sind die in der Rückrunde des vergangenen Spieljahres erzielten Ergebnisse. Bei 6er-Mannschaften gilt: Innerhalb des Paarkreuzes oder Paarkreuz übergreifend darf die Differenz der errechneten Quotienten in der gleichen Spielklasse nicht höher als 1,30 sein. Ist die Differenz höher, muss umgestellt werden. Innerhalb des 3. Paarkreuzes muss außerdem umgestellt werden, wenn die Differenz mehr als 8 Spiele beträgt. Die Spielkommission kann auf Antrag der Vereine von dieser Festlegung abweichen (z.B. bei langwierigen Verletzungen, Operationen).

Jeder Mannschaft sind mindestens so viele Spieler zuzuordnen, wie es das für die betreffende Spielklasse verbindliche Spielsystem vorschreibt.

Sollen Jugendliche ohne Freigabe bei den Herren zum Einsatz kommen, so sind sie entsprechend ihrer Spielstärke zusätzlich in eine Herrenmannschaft einzuordnen und mit „JES“ zu kennzeichnen. Sie sind keine Stammspieler und gehören nicht zur Sollstärke der Mannschaft.

Die online eingereichten Mannschaftaufstellungen werden von der Spielkommission auch online bestätigt. Diese ist befugt, Änderungen vorzunehmen. Nach Bestätigung der Mannschafts-aufstellungen ist der VMM von den Vereinen in Tischtennislive auszudrucken und bei den Punktspielen vorzulegen. Es wird kein bestätigter VMM mehr per Post/E-Mail an die Vereine versandt.

1.2. Grundlagen zur Berechnung der Quotienten mit Beispielen

Bei 6er-Mannschaften:

1. Paarkreuz je Einzelsieg 9 Punkte,

2. Paarkreuz je Einzelsieg 6 Punkte

3. Paarkreuz je Einzelsieg 4 Punkte

Die Einzelsiege werden mit der entsprechenden Punktzahl multipliziert und durch die Anzahl der ausgetragenen Einzelspiele dividiert. Das ergibt den Quotienten.

Beispiele:

Spieler 1. Paarkreuz VMM Nr.2 steht 13:5: 13 Siege x 9 Punkte / 18 Spiele = 117 : 18 = 6,50

Spieler 2. Paarkreuz VMM Nr.3 steht 16:2: 16 Siege x 6 Punkte / 18 Spiele = 96 : 18 = 5,33

Der Unterschied zwischen den beiden Spielern beträgt 1,17. Es ist keine Umstellung erforderlich.

Spieler 1. Paarkreuz VMM Nr.2 steht 7:11: 7 Siege x 9 Punkte / 18 Spiele = 63 : 18 = 3,50

Spieler 2. Paarkreuz VMM Nr.3 steht 17:1: 17 Siege x 6 Punkte / 18 Spiele = 102 : 18 = 5,67

Der Unterschied zwischen den beiden Spielern beträgt 2,16. In diesem Fall muss der Spieler Nr. 3 in das 1. Paarkreuz und Spieler Nr. 2 in das 2. Paarkreuz wechseln.

Berechnung für einen Spieler, der 2mal im 1. Paarkreuz und 12mal im 2. Paarkreuz gewonnen und insgesamt 18 Spiele absolviert hat:

(2 Siege x 9 Punkte) + (12 Siege x 6 Punkte) / 18 Spiele = 90 : 18 = 5,00

1.3. Rückstufung von Spielern

Sofern aus bestimmten Gründen von der leistungsgerechten Einordnung eines Spielers abgewichen wird, wird dieser in einer nachgeordneten Mannschaft eingereihte Spieler im VMM mit „SPV“ gekennzeichnet. Er darf für die Dauer der Rückstufung in übergeordneten Mannschaften, für die die Sperre gilt, weder als Stamm- oder Ersatzspieler zum Einsatz kommen noch zum Auffüllen einer Mannschaft auf die Sollstärke herangezogen werden.

1.4. Änderung der Mannschaftsaufstellung

Vor der Rückrunde kann vom Verein oder von der Spielkommission eine Änderung der Mannschaftsaufstellungen vorgenommen werden, sofern dies die Spielstärke mindestens eines Spielers erforderlich macht.

Eine Änderung der Mannschaftsaufstellung auf Grund der Ergebnisse der Hinrunde nimmt der Spielleiter bei 6er-Mannschaften unter folgenden Bedingungen vor: Innerhalb des Paarkreuzes oder Paarkreuz übergreifend darf die Differenz der errechneten Quotienten in der gleichen Spielklasse nicht höher als 1,30 sein. Ist die Differenz höher, muss umgestellt werden. Innerhalb des 3. Paarkreuzes muss außerdem umgestellt werden, wenn die Differenz mehr als 5 Spiele beträgt.

Von einem Verein kann eine Umstellung beantragt werden, wenn der bisher schlechter eingestufte Spieler einen höheren Quotienten erreicht hat, als der bisher besser eingestufte Spieler (Differenz von 0,01 – 1,30). Von null bis minus vier Spielen Differenz zwischen zwei Spielern innerhalb eines Paarkreuzes kann der Spielleiter einem Umstellungswunsch des Vereins stattgeben.

Es ist zu beachten, dass der Spielleiter bei einer Umstellung nur verlangen kann, dass ein Spieler ein Paarkreuz höher bzw. ein Paarkreuz niedriger spielt. Nur auf Antrag des Vereins kann ein Wechsel über zwei Paarkreuze erfolgen.

Eine Änderung zur Rückrunde in Form einer Ergänzung muss vorgenommen werden, wenn ein Stammspieler einer Mannschaft in der Hinrunde nicht an wenigstens zwei Punktspielen teilgenommen hat. In diesem Fall ist als zusätzlicher Spieler der an Platz 1 der nachgeordneten Mannschaft gemeldete Spieler aufzunehmen. Eine Änderung zur Rückrunde ist jedoch nicht erforderlich, wenn die Anzahl der in der betroffenen Mannschaft gemeldeten Stammspieler mit mindestens zwei Punktspieleinsätzen in der Vorrunde bereits die Sollzahl überschritten hat.

Spielklassen übergreifende Umstellungen:

Es können nur Spieler verglichen werden, die in Mannschaften von zwei direkt aufeinander folgenden Spielklassen eingesetzt sind und zwar im letzten Paarkreuz der höher eingestuften Mannschaft und im ersten Paarkreuz der niedriger eingestuften Mannschaft.

Eine Umstellung seitens des Vereins muss erfolgen, wenn der Spieler im ersten Paarkreuz der niedriger eingestuften Mannschaft ein Spielverhältnis von 2:1 oder besser hat und der Spieler im letzten Paarkreuz der höher eingestuften Mannschaft ein Spielverhältnis von 1:2 oder schlechter aufweist. Stellt der Verein nicht um, erhält letzterer Spieler einen Sperrvermerk.

Auf Antrag eines Vereins kann bei Nachwuchsspielern bzw. jüngeren Spielern von den oben getroffenen Festlegungen abgewichen werden, wenn erkennbar ist, dass diese Abweichung der Förderung / Entwicklung des Spielers dient und diese vertretbar ist.

1.5. Ersatzspieler

Ersatzspieler werden aus nach geordneten Mannschaften entnommen. Mit seinem dritten Einsatz als Ersatzspieler in einer Mannschaft innerhalb einer Vor- oder Rückrunde verliert ein Spieler seine Einsatzberechtigung für alle nach geordneten Mannschaften in der Vor- oder Rückrunde. Diese sind dann gemäß VMM auf die Sollstärke laut angewandtem Spielsystem aufzufüllen. In einem solchen Fall informiert der betreffende Spielleiter alle nachfolgenden Spielleiter.

Die Aufstellung von Ersatzspielern richtet sich immer nach der Reihenfolge auf dem VMM. Hierbei ist ohne Bedeutung, ob der Spieler seine Einsatzberechtigung für nach geordnete Mannschaften bereits verloren hat oder nicht.

Spielen Jugendliche als Ersatzspieler in einer Herrenmannschaft, so benötigen Sie dafür keine Freigabe. Sie können so bis zu zweimal als Ersatzspieler je Mannschaft in der Vor- und Rückrunde eingesetzt werden. Ab dem dritten Einsatz als Ersatzspieler in einer Mannschaft in einer Vor- oder Rückrunde gelten sie als nichteinsatzberechtigte Spieler und der gesamte Mannschaftskampf wird als verloren gewertet.


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